Biofeedback-Methode - Mindfield Biosystems Ltd.

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Biofeedback-Methode

Biofeedback-Methode

Die Biofeedback-Methode einfach erklärt: Die permanente Regulierung einer Vielzahl von Körperfunktionen läuft unbewusst ab. Sie werden vegetativ gesteuert. Dazu gehören vitale Funktionen wie unsere Atmung, der Puls, die Pulsfrequenz, die Herzratenvariabilität, der Blutdruck, der Hautwiderstand, die Hauttemperatur, die Muskelspannung und viele weitere Stellgrößen.

Unsere Sinnesorgane können vegetativ eingestellte Parameter wie Blutdruck, Hautwiderstand und andere weder direkt messen, geschweige denn ein Feedback an uns geben, ob sich die Werte im normalen Bereich befinden. Wir können daher nicht selber feststellen, ob wir im Sinne einer Prävention oder einer Therapie auf bestimmte Werte Einfluss nehmen sollten. Deshalb benötigen wir zum Biofeedback-Verfahren immer ein Gerät und Sensoren, um die verschiedenen Körperparameter in Echtzeit zu messen und darzustellen (rückzumelden = feedback).

 

Ziele der Biofeedback-Methode

Das erste Ziel der Methode besteht deshalb darin, bestimmte Körperparameter bewusst zu machen. Sie werden über Grafiken visualisiert oder über Töne akustisch wahrnehmbar und direkt erfahrbar gemacht. Ein außerhalb der Normwerte liegende/r Blutdruck oder Temperatur kann beispielsweise akustisch oder visuell angezeigt werden. Von Blinken, Piepsen, Summen, über das Abbilden eines Graphen bis zur simplen Tabelle sind verschiedene Darstellungen denkbar. Besonders für Biofeedback-Trainning eignen sich Varianten, die leicht verständlich sind (farbiges Licht, Töne), wohingegen die Tabelle oder der Graph besonders gut für die Analyse ist. Tabellen und Graphen werden auch in einer professionellen Therapie verwendet. 

Die unmittelbare Erfahrbarmachung bestimmter Parameter entspricht der ersten Stufe des Biofeedbacks. Es handelt sich sozusagen um die rein technische Komponente, nicht direkt erfahrbare Vitalfunktionen des Körpers zu messen und in erkennbare visuelle oder akustische Signale zu übersetzen. Die Sensoren kann man sich hier als Vermittler zwischen zweier Welten vorstellen, dem willentlichen und dem unbewussten Geschehen, welches gemessen wird.

Durch diese Übersetzung kann die willentliche Beeinflussung der Parameter erst stattfinden. Das Nervensystem wird konstant trainiert. Das Ziel dieser Beeinflussung kann die Verschiebung der Parameter in für gut befundene Bereiche bedeuten. Das Endziel können somit  Entspannung, der Abbau von Migräne oder das Mangement von Stress oder allgemeines Wohlbefinden sein.

Biofeedback


Physiologische Parameter der Biofeedback-Methode

Typische Messwerte, die für eine Übersetzung in graphische oder akustische Signale für Biofeedback-Verfahren genutzt werden, sind:

  • Hautleitfähigkeit
  • Hauttemperatur
  • Puls und Herzratenvariabilität
  • Muskelspannung
  • Atmung

 

Wie hilft die Biofeedback-Methode langfristig?

Das oberste Ziel der Biofeedback-Methode geht über die Bewusstmachung relevanter Körperparameter hinaus. Das Ziel besteht vielmehr darin, bestimmte Körperfunktionen, die normalerweise vegetativ reguliert werden und nicht dem Willen unterliegen, doch bewusst zu beeinflussen. Dazu wird operantes Konditionieren eingesetzt. Eine Software wertet dazu die gemessenen Parameter aus und bewertet die Veränderungen. Sind diese in einer positiven Weise, gibt es eine Belohnung (z.B. ein Film läuft weiter, ein Ton wird abgespielt), verändern sich die Werte negativ, gibt es keine Belohnung (z.B. eine Animation hält an, eine Musik geht aus). Auf diese Weise lernt unser Bewusstsein, welche Veränderungen gewünscht und welche unerwüscht sind, und unser Körper passt sich mit der Zeit an. Durch das Biofeedback werden die Werte unseres Körpers also mit einer Belohnung oder "Bestrafung" verbunden, dies führt zu einem Lerneffekt. In der Natur tritt diese Art von Rückmeldung so nicht auf, daher kann nicht aktiv auf bestimmte Parameter reagiert werden. In heutiger Zeit, mit immer höheren Lebenserwartungen, sind diese Parameter aber wichtiger als zu Zeiten, in denen Agression zeigen oder das Flüchten vor Raubtieren eine stärkere Auswirkung auf unser Leben hatte.

Zusätzlich können auch unterstützend über die Anwendung von Entspannungsübungen wie Meditation, Yoga und Autogenem Training, ... Blutdruck, Hautleitfähigkeit und andere Parameter beeinflusst werden. Der Erfolg wird hier durch die Messung und Rückmeldung unmittelbar sichtbar, wodurch auch diese Techniken noch effektiver werden.

Nach einiger Übung lassen sich über Biofeedback, im Sinne von gesetzten Trainingszielen, erstaunliche Ergebnisse erzielen. Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf bestimmte Körperfunktionen werden unmittelbar erkennbar, wodurch sich der Lerneffekt, im Sinne von Erfolg oder Misserfolg, lernpsychologisch erklären lässt.

 

Bei welchen Beschwerden oder Symptomen kann die Biofeedback-Methode helfen?

Beschwerden und Symptome, die ursächlich auf Fehlsteuerungen und einseitige Beanspruchung unseres Körpers zurückgeführt werden können, sind prädestiniert für ein Training mit der Biofeedback-Methode. Die Aussichten auf Linderung der Beschwerden sind in diesen Fällen durchaus als gut einzuschätzen. Im Einzelnen kommen für ein Training mit Biofeedback typischerweise folgende Symptome in Frage:

  • Schmerzsyndrome einschließlich Migräne und chronische Rückenschmerzen
  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und andere Herz-Kreislauf-Probleme
  • Inkontinenz (Harn und Stuhl)
  • Stressbewältigung
  • Tinnitus
  • psychosomatische Beschwerden
  • Panikstörungen, Tics, Tourette-Syndrom und andere psychische Erkrankungen

Obige Liste der Beschwerden und Krankheiten, die mit der Biofeedback-Methode behandelt werden können, ist bei Weitem nicht vollständig und ließe sich nahezu beliebig erweitern. Im Spitzensport wird auch häufig auf die Biofeedback-Methode zurückgegriffen, um einzelne Fähigkeiten zu trainieren.


Weiterlesen > Möglichkeiten mit Biofeedback
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