Biofeedback Einführung | Biofeedback

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Biofeedback Einführung

Was ist Biofeedback?

Biofeedback ist ein modernes, wissenschaftlich fundiertes Trainingsverfahren physiologischer Parameter.

Mit Hilfe von Messgeräten und einem Computer werden Körperprozesse, die nicht oder nur ungenau wahrgenommen werden, rückgemeldet und damit sichtbar und bewusst gemacht. Dies können z.B. die Muskelspannung, der Puls, die Atmung oder die Temperatur sein.

Wird die Hirnaktivität gemessen und rückgemeldet, spricht man von Neurofeedback.

Der Trainer kann im Biofeedbackverfahren anhand dieser Messparameter seinem Klienten eine detailliertere Rückmeldung geben. Der Klient lernt durch diese eindeutigen Rückmeldungen körperliche Prozesse zu beeinflussen.

Biofeedback


Wobei wird Biofeedback angewandt?

Biofeedback wird u. a. zum Training eingesetzt bei:

  • Verdeutlichung der Zusammenhänge von psychischen und physiologischen Prozessen
  • Stress, Stressfolgen, Stressbewältigung
  • Meditation
  • Kontrolle von Entspannungsverfahren
  • im Bereich der Psychosomatik
  • Erregbarkeit, Müdigkeit
  • Konzentrationsverbesserung
  • Muskuläre Verspannungen
  • Muskuläre Kräftigung, Koordination
  • Prävention chronischer Erkrankungen
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung

Das oberste Ziel des Biofeedback Training geht auch über die Bewusstmachung relevanter Körperparameter hinaus. Das Ziel besteht darin, bestimmte Körperfunktionen, die normalerweise vegetativ reguliert werden und nicht dem Willen unterliegen, doch willentlich zu beeinflussen. Das funktioniert meist nur indirekt.

Beispielsweise können über die Anwendung von Entspannungsübungen wie Meditation, Yoga und autogenem Training Blutdruck, Hautleitfähigkeit und andere Vitalparameter beeinflusst werden. Nach einiger Übung lassen sich über Biofeedback im Sinne gesetzter Trainings-Ziele erstaunliche Ergebnisse erzielen. Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf bestimmte Körperfunktionen werden unmittelbar erkennbar, woraus sich der Lerneffekt im Sinne Erfolg oder Misserfolg lernpsychologisch erklären lässt.

Alle Bilder von oben links bis unten rechts:
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Picture-Factory © www.fotolia.com; lichtmeister © www.fotolia.com; Jonas Glaubitz © www.fotolia.com


Welche körperlichen Parameter werden erfasst?

Zu den am häufigsten abgeleiteten körperlichen Signalen zählen:

  • Muskelspannungen
  • Hautleitfähigkeit (z.B. als allgemeines Maß für Entspannung, Stress, Emotionen)
  • Hauttemperatur
  • Arteriendurchmesser der Schläfenarterie
  • Atmungsfrequenz und Atmungstiefe
  • Fingerpuls (als Maß für die periphere Durchblutung)
  • EEG-Aufzeichnungen (zur Förderung der zentralnervös gesteuerten Entspannung, Aufmerksamkeit, Konzentration, uvm.)
  • Herzrate

Wird die elektrische Hirnaktivität im Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen, spricht man von Neurofeedback.


Wie hilft Biofeedback Migräne zu lindern?

Die Verursacher von Migräne-Attacken sind vielfältig und unterschiedlich und nicht alle im Einzelnen bekannt. Häufig beobachtete Trigger für einen akuten Migräneanfall sind allerdings besondere Stresssituationen im privaten oder beruflichen Umfeld, Wetterwechsel, Veränderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (Schichtwechsel), Hormonschwankungen, Reizüberflutung und Nahrungs- oder Genussmittel.

Ein Biofeedback-Training zur Linderung der Migräne kann nicht alle individuellen Aspekte abdecken, sondern konzentriert sich weitestgehend auf Stressentstehung und Stressbewältigung. Dafür stehen unterschiedliche Biofeedback-Verfahren zur Verfügung wie ein Handerwärmungstraining oder das sogenannte Blutvolumenpuls-Biofeedback. Bei festgestellten, ungewöhnlichen Muskelpotenzialen im Kopfbereich kommt auch das EMG-Biofeedback zum Einsatz, mit dem die elektrischen Potenziale bestimmter Muskeln bzw. deren motorischer Nerven gemessen werden.

Über die verschiedenen Biofeedback Trainings kann über eine verbesserte Stressbewältigung die Entstehung von Stresssymptomen wie auch ein zügigerer Abbau von Stresshormonen erreicht werden, so dass günstigenfalls Biofeedback bei Migräne bewirkt, dass ein Anfall gänzlich ausbleibt oder zumindest abgeschwächt wird.

Weiterlesen > Möglichkeiten mit Biofeedback

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